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8 Kosmologie 1. Teil Die Überwindung der neuzeitlichen Scholastik |
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Kosmologie (griech. kosmos = Ordnung) ist die Lehre von der Ordnung im Universum. Diese Ordnung besteht durch die Beziehungen nach Ursache und Wirkung. Jeder Vorgang im Universum hat Ursachen. Wir fragen nach Ursachen, wenn wir einen Vorgang verstehen wollen. „Warum ist das so ?“ und erhalten als Antwort(en) die Begründung (Info 6). Wir nennen diese Beziehung auch das Gesetz der Kausalität, obwohl der „Kausalsatz“ kein Gesetz, sondern ein Axiom ist, also eine Grundannahme der Philosophie, die nicht beweisbedürftig ist, weil sie unmittelbar einleuchtet. Die Welt ist kausal strukturiert: die Galaxien, die Sterne, die Sonne, die Planeten, die Erde ... und wir selbst bestehen durch Gründe (Ursachen). Die Welt ist also logisch. Deshalb können wir sie erforschen. Das Kausalaxiom bestimmt alle Naturgesetze. Es bestimmt unser ganzes Denken. Das ist die erste Säule der neuzeitlichen Kosmologie. Die zweite Säule ist die Wechselbeziehung von Strahlung (Energie) und Materie (Stoff). Energie und Materie stehen zueinander in einer Wechselbeziehung. Energie und Materie sind ineinander umwandelbar („Massendefekt“). Energie (gleich welcher Art) ist aufgelöste (zerstrahlte) Materie ... und Materie ist „kristallisierte“ Energie. Diese „Masse-Leuchtkraft-Beziehung“ (Info 7) ist für die Kosmologie von entscheidender Bedeutung. Sie regelt die Vorgänge zwischen Struktur (Stoff) und Strahlung (Energie) und schafft ein immerwährendes („ewiges“) Gleichgewicht. Niemals kann es im Universum nur Materie oder nur Energie geben. Es ist immer beides vorhanden. Zu jeder Zeit wandeln sich Materie und Energie als ein sich selbst regelnder Kraft-Stoff-Mechanismus. Es ist der große Kreislauf der Natur, der keinen Anfang und kein Ende hat. Ein e w i g e r Kreislauf. Die dritte Säule der Kosmologie ist der durch den deutschen Arzt Robert Mayer (1814 - 1878) veranlasste Satz der Physik von der Erhaltung der Masse und Energie (Info 5). Demnach können weder Masse (Materie) noch Energie aus Nichts entstehen. Sie sind schon immer da. Masse und Energie können sich auch niemals in Nichts auflösen. Sie werden also immer da sein. Es gibt nur die Veränderung der Materie- und Energieformen, aber das Gesamtpotential an Masse und Energie im Universum bleibt immer gleich. Dies ist eine Konstante (gleichbleibende Größe) im Universum. Nach Prof. Heinz Haber gehört der Erhaltungssatz „zu dem sichersten Erkenntnisgut“ der Naturwissenschaft. Auf diesen drei Säulen gründet die neue Kosmologie. Schon hieraus sind Schlußfolgerungen zulässig, die das bisherige Weltbild der Physiker ad absurdum führen. Das bisherige Weltbild gründet auf einem G l a u b e n . Es ist die Vermutung, daß das ganze Universum mit seiner Vielzahl von Galaxien und Sternen aus einer gigantischen Explosion („Urknall“) entstanden sei. Diese Urknalltheorie („big bang“) beherrscht heute die Köpfe vieler Physiker. Sie gründet im wesentlichen auf der galaktischen Rotverschiebung des Lichtes ferner Galaxien, die man (dem Doppler-Effekt im Akustischen entsprechend) als Fluchtbewegung d e u t e t und daraus einen Ursprungszustand (die Konzentrierung der gesamten Masse und Energie der Welt) zurückrechnet. Aus dieser Deutung der Lichtqualität und Rückrechnung gelangt man schließlich zu einem „Anfangszustand“ der Welt und spricht vom „Alter des Universums“, das man mit 15 - 20 Milliarden Jahren bestimmt haben will. Mit diesem „Urereignis“ sei auch die Zeit entstanden, so daß „auch die Frage überflüssig wird, was vor dem Urknall geschah“. Und dies unter Berufung auf den Kirchenlehrer Augustinus (Kosmos-Himmelsjahr 1985/89/94). Man ist so vermessen, daß man dieses vermutete Ereignis sogar auf Bruchteile von Sekunden nach dem Urknall angibt, um den Anschein einer Wissenschaftlichkeit vorzutäuschen. Es erübrigt sich, hier, weitere Literaturquellen anzugeben, da diese sich tausendfach gleichen. Es ist eine neuzeitliche Priesterkaste am Werk (Prof. Elsässer/Heidelberg, Prof. Kippenhahn/Göttingen, Prof. Keller/Stuttgart mit einem Heer von kritiklosen, opportunistischen Mitläufern). Diese „Päpste“ der Physik flüchten sich vollständig in eine theoretische Physik, die kompliziert und teuer genug ist, damit sie unangreifbar wird. Die Aussagen sind dogmatisch. Es findet keine Auseinandersetzung statt. Man ignoriert die Regeln der geistigen Auseinandersetzung. Ernst Kammerer schrieb im Oktober 1979 in einem offenen Protestbrief „Das verwahrloste Leitbild der Wissenschaft“ an Carl Friedrich von Weizsäcker, daß grundsätzlich alle Einwände und Proteste gegen die Wissenschaft „vom Journalismus im Vollzug einer geheimen Zensur unterdrückt werden und daß darüberhinaus die Experten unleugbare Tatsachen selbst bei eindringlichster Zurredestellung ignorieren und weiterhin so tun, als sei die gescheiterte Theorie über jeden Zweifel erhaben ...“. In den Fachzeitschriften hat es den Anschein, als ob sich die Wissenschaftler alle einig seien über die Welt. Das ist aber nicht der Fall ! Die Eintönigkeit in den Medien ist nur Ausdruck der durchgreifenden Zensur, aber auch Ausdruck der Unfähigkeit des Denkens. So schrieb das deutsche Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL 4/91 unter „Blick in den Nebel“, „es sehe so aus, als habe die Himmelsforschung buchstäblich nichts vom wahren Aufbau des Universums begriffen.“ Wissenschaft mit Zensur und Denkunfähigkeit, also eine unfreie und unfähige Wissenschaft, ist das Schlimmste, was der Menschheit passieren kann. Weizsäcker hat diese schweren Anschuldigungen ignoriert und ist somit „bloßgestellt als ungetreuer Sachwalter öffentlicher Belange, als ein pflichtwidrig handelnder Schutzengel für die Belange einer verpriesterten Gelehrtenschaft“ (Kammerer). Im Mittelalter war die Scholastik ein Lehrsystem, das der Theologie dienstbar war. Es gab keine freie Wissenschaft. So auch heute. Die Überwindung der neuzeitlichen Scholastik wird möglich, wenn diese Dogmatiker in der Wissenschaft durch Menschen ersetzt werden, welche die F r e i h e i t in der Wissenschaft als das h ö c h s t e G u t achten. Und dieses Recht müssen wir immer wieder einfordern ! Die Erkenntnisse aus den drei Säulen der neuen Kosmologie stehen g e g e n das physikalische Weltbild des Urknalls. Es ist naturgesetzlich ausgeschlossen, daß sich die gesamte Masse und Energie des Universums in einem Punkt konzentrieren. Dies widerspräche auch der allgemeinen Relativität, wonach es im Universum keinen bevorzugten Punkt geben kann. Der Urknall wäre ein solcher bevorzugter Punkt in Raum und Zeit. Schon in der Phase der Verdichtung würden erhebliche Teile der Materie (über sehr große Zeiträume) zerstrahlen und mit Lichtgeschwindigkeit in andere Bereiche des Universums gelangen. Es ist auch keine Kraft bekannt, die in der Lage wäre, die gesamte Masse der Welt über Milliarden Jahre auseinander zu schleudern. Und schließlich steht der Erhaltungssatz von Masse und Energie entgegen (Info 5), wonach das Universum (Materie und Energie) keinen Anfang gehabt haben kann. Es führt kein Weg an der Erkenntnis vorbei, daß das Universum niemals aus Nichts entstanden ist. Und das Universum wird sich auch nie in Nichts auflösen. Das beständige, das e w i g e Universum ist der neue und uralte Gedanke. Die Vermutung des Urknalls gründet im wesentlichen auf der Deutung der galaktischen Rotverschiebung des Lichtes ferner Galaxien als Dopplereffekt (dem Akustischen entsprechend). Im Nahbereich trifft dies auch zu. Man kann damit die Relativbewegung von Sternen bestimmen. Aber im Fernbereich wird dieser Effekt überlagert durch andere Ursachen. Durch verbesserte Techniken wurden inzwischen Rotverschiebungen festgestellt, die nicht mehr mit dem Dopplereffekt vereinbar sind. So wurden z.B. 1977 bei dem Quasar 3C273 Rotverschiebungseffekte gemessen, die - als Dopplereffekt gedeutet - millionenfache Lichtgeschwindigkeit bedeuten würden. Spätestens hier ist ein Umdenken angezeigt, daß noch nach anderen Ursachen für die Rotverschiebung gefragt wird. Die richtige Antwort auf diese extremen Phänomene ergibt sich aus der EMISSIONSTHEORIE, wonach solche Effekte verursacht werden durch drehende Sterne. Weil die Sterne durch ihre Rotation die Lichtwellen unterschiedlich schnell absenden, führen diese winzigen Geschwindigkeitsunterschiede auf dem langen, langen Weg zu uns zu einer Rotverschiebung wie beim Dopplereffekt (2). Alle Sterne erzeugen diese Veränderung der Lichtqualität, die aber erst in sehr großen Entfernungen erkennbar wird. Man könnte auch sagen, das Licht „altert“ auf seinem langen Weg hierher. Was davon schließlich übrigbleibt, ist die im Jahre 1965 entdeckte „Hintergrundstrahlung“, die als der meßbare Rest des Sternenlichtes aufscheint und die das Weltall insgesamt auf 3 Grad über den absoluten Nullpunkt erwärmt (G. Düring). Die Hintergrundstrahlung galt bisher als eine der stärksten Stützen der Urknall-Vermutung. Literatur: 1) Hans Jörg Fahr (Universität Bonn) „Der Urknall kommt zu Fall“ (1992), Kosmos-Verlag 2) Lothar Pernes „Eine neue kopernikanische Revolution in der Physik und Astronomie“ (1985), Anschrift: 85640 Putzbrunn, Mich.-Haslbeckstr.12 3) Karlheinz Baumgartl, „Der Teil des Ganzen“ (1980) Eigenverlag |
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