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54 DAS EWIGE UND DAS JETZT Zeit und Ewigkeit - die Hauptfrage der Philosophie |
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„Hoch oben im Norden, im Lande Svithjord, steht ein Felsen. Er ist hundert Meilen hoch und hundert Meilen breit. Einmal alle tausend Jahre kommt ein Vögelchen geflogen und wetzt seinen Schnabel an diesem Felsen. Wenn der Felsen abgewetzt ist, dann ist ein einziger Tag der Ewigkeit vergangen.“ Dieser, durch den Volksmund überlieferte Gedanke, soll den suchenden Menschen vom Kleinkram des Alltags hin zu kosmischen Maßstäben führen. Was sind die unvorstellbaren Entfernungen der Sterne zueinander ? Was ist Licht von Galaxien aus 15 Milliarden Lichtjahren Entfernung ? Es ist doch nur uraltes Licht, das uns erreicht. Ist das noch Wirklichkeit? Was bedeutet „Zeit“ ? Nach meinen Vorträgen über „Das ewige, ewig junge Universum“ wurde mir oft entgegnet, dass der Mensch sich das Unbegrenzte (das Ewige) nicht vorstellen könne. Sicher besteht ein begrenzter Wirklichkeitszugang des Menschen zum Universum. Aber man muss nicht alle Sterne sehen, um eine allgemein gültige Aussage über das Universum machen zu können. Ich antwortete auf solche Einwände, dass es genau umgekehrt sei, dass der denkende Mensch sich nicht das Begrenzte vorstellen kann, weil es keine Grenze in Raum und Zeit gibt. Im Hinblick auf die wichtigste Frage des Menschen i r r t heute die Menschheit. Der Philosoph Martin Heidegger sagte im Alter (wohl resignierend) „die Philosophie ist tot“ und meinte damit, dass die wichtigste Frage des Menschen, die Frage nach der Zeit, nicht mehr gründlich genug gestellt wird. Man bedenke, dass unser Volk seit Jahrhunderten geprägt ist von jüdisch-römischen Männerbünden (der „röm.-kath. Kirche“). Dort geht es um Macht. Dort herrscht der Aberglaube. Längst haben heute die „Kultusminister“ die Lügen und den Aberglaube zum allgemeinen Lehrstoff erhoben. Wer das nicht wahr-nimmt, erhält schlechte Noten. Auch die moderne Astrophysik geht von irriger Vorstellung aus, indem man „glaubt“, das ganze Universum sei aus einer gigantischen Explosion („Urknall“) geschaffen worden, wobei auch die Zeit „entstanden“ sei, sodass es sinnlos sei, nach dem „Vorher“ zu fragen (Prof. Ulrich Keller, Prof. Harald Lesch, Prof. Wolfgang Elsässer, Joachim Bublath und andere verpriesterte Funktionäre). Insgesamt sind es die „Gläubigen“, es sind weitläufig die „Religionen“ bis hin zum Okkultismus, die den Missstand der geistigen Verblödung der Menschheit darstellen. Es ist ein theologisches Übel: die Priesterkaste, egal in welchem Erdteil, betreibt das Verbrechen am Menschtum, die Zerstörung des Denkens. Und dieser vielseitige Aberglaube wird geschützt durch Gesetz durch gläubige Politiker (Toleranzgebot u.a.). Aber die Toleranz hat dort ihre Grenze, wo der Irrsinn beginnt ! Sonst müssten wir auch die Politgangster Stalin, Hitler, Mussolini, Franko, Roosevelt, Truman und die zugehörigen Päpste tolerieren mit all den Folgen deren Verbrechen. Für die Außenseiterszene, die „Esoterik“, entdeckten in den 80-er Jahren des vorigen Jahrhunderts amerikanische Führungsleute das Geschäft am Psychokult und esoterischer Literatur. Eingelullt im Duft von Räucherstäbchen, betört von Sphärenklänge, vor sich eine „energiegeladene Pyramide“, verbreitete sich diese Pseudoreligiosität wie eine Seuche. Der Glaube dort an die „Reinkarnation“ (eigenes, früheres oder späteres Leben auf der Erde) verhindert die Frage nach Zeit und Ewigkeit. Die Menschheit ist gleichermaßen bedroht vom Aberglaube in „Wissenschaft“ und Esoterik. Das hindert die Menschheit, den tiefen Sinn des Lebens zu begreifen. „Der Aberglaube ist der größte Feind der Menschheit ...“ (J.M.de Voltaire). Es ist paradox, dass gerade diese römisch-katholische Kirche, die seit Jahrhunderten die Völker Europas getäuscht und vergewaltigt hat, dass gerade diese Organisation uns den Begriff des Ewigen überliefert. Man spricht bzw. schreibt dort vom „ewigen Leben“. In der Kirche brennt das „ewige Licht“. Bei Trauungen spricht man von „ewiger“ Treue und bei Bestattungen von „ewiger Ruhe“. Was das aber genau bedeuten soll, weiß dort niemand. Der bedeutsame Begriff „Ewig“ wird von den „Geistlichen“ geistlos heruntergeleiert. Und so „glauben“ die Leute an irgendwas, jeder nach seiner Art. Die Folge solcher Verbildung ist auch in den Nachschlagewerken zu erkennen: Herder-Lexikon: Ewigkeit sei das Jenseits. Ewigkeit sei „theologisch Gott, der die Zeit geschaffen hat“. Mayer-Lexikon: „Ewigkeit, Verneinung der Zeit, ... als Eigenschaft Gottes“. Das alles ist Unsinn, denn Zeit wird nicht geschaffen und kann auch nicht „verneint“ werden. Zeit besteht ewig durch die Beziehung von Ursache und Wirkung (Kausalnexus). Weiter im Irrsinn: Das Philosophische Lexikon Kröner zitiert Schelling: „Die wahre Ewigkeit ist die, welche die Zeit (die ewige Zeit) selbst sich unterworfen enthält.“-- Noch schwieriger hat es Martin Heidegger formuliert. Und so hat sich die Frage nach Zeit und Ewigkeit in abstrusen „Meinungen“ und unverständlichen Formulierungen aufgelöst. So herrschen die Gläubigen und dies „global“ ! Die Frage nach der Zeit ist die wichtigste Frage des denkenden Menschen: Was bedeutet mein Leben in Raum und Zeit ? Was bedeutet die Gegenwart im ewig kreislaufenden Geschehen im Universum ? Herman Wirth (1885 – 1981) beschrieb unsere Vorfahren aus der Steinzeit (vor ca. 5.000 Jahren) als die „erstmalig zu vollem Bewusstsein gelangte Menschheit“ („Die heilige Urschrift der Menschheit“, 1931). Die ersten „Sternwarten“ der Menschheit, kreisförmig gebaut, waren Sonne-Mond-Warten und stehen als Zeitmessanlagen in Europa. Tausende Steinsetzungen dokumentieren die damalige Frage nach der Zeit und ihre Antwort im Sinnbild des Kreises. Der Kreis ist das Sinnbild des Ewigen und des ewig Wiederkehrenden. Das ist z.B. der Ring am Finger als Zeichen der ewigen Verbundenheit. Unsere germanischen Vorfahren dachten „gründlich“ (vom Grund auf) die Frage nach der Zeit und so gelangten sie zu dem Begriff des „Ewigen“, des Immer-Währenden. Am Felsen der Externsteine, eine der ältesten Kultstätten der Menschheit, ist der Riese YMIR (= Immer) dargestellt, Sinnbild für die Zeit ohne Anfang und ohne Ende. Die Zeitbegriffe werden weiblich dargestellt: die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Die drei germanischen Nornen waren Sinnbilder für die Zeit. Diese wurden weiblich dargestellt, weil der weibliche Mensch durch dieGeburtenfolge das Leben in die Zukunft trägt. Die Stadt Nürnberg war die Nornenburg. Später wurden diese Göttinnen christianisiert mit Einbeth, Wilbeth, Warbeth für die Begriffe der Zeit, aber schon entfernt vom Ursprung. Was ist Zeit ? Genau betrachtet vollzieht sich die Zeit nur in der Gegenwart, denn alles andere ist entweder noch zukünftig oder schon vergangen. Die Gegenwart selber aber ist auch keine Zeit, denn entweder ist das Ereignis schon vergangen oder noch zukünftig. Die Gegenwart ist das Einzige, was wir gestalten können. Und mit unserer Gestaltung wirken wir in die Zukunft und in die Vergangenheit zugleich. „Das Hier und Jetzt“ wird zum ewigen Bestand des kreislaufenden Universums. Das Wesen der Zeit äußert sich durch die Beziehung von Ursache und Wirkung; „Nichts ist ohne Grund.“ Alle Geschehnisse im Universum verlaufen durch Ursache und Wirkung in zeitlicher Abfolge. Nach Arthur Friedrich Nietzsche: „Bis heute ist bereits eine Ewigkeit vergangen“. Alles, was im weiten, unermesslichen Was ist Zeit ? Der Mensch ist Teil des Ganzen. Dies aber nicht nur im stoffl ichen Sinne, sondern auch in Zeit und Raum. Der Mensch ist mit seinen Handlungen unauslöschlicher Bestandteil des immer-währenden, „ewigen“ Universums ..... so wie die ca. 100 Elemente der Natur, die immer wieder neu aus dem Urgrund entstehen. Und dieser „Urgrund“ sind die leuchtenden Sterne. Friedrich Karl Bartels aus „Das Gesetz der Kreise“: „Urewig neu gebärt sich Raum und Zeit zu Licht und Finsternis in gleicher Weise. Die Erde ist ein Teil Unendlichkeit und wandert mit uns im Gesetz der Kreise. Jahrmillionen schwinden in die Ferne! Jung ist das Lebe wie am ersten Tag, schön wie die Sonne selbst und die Sterne“ (4/2006). Literatur: | ||
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