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56 DIE REVOLUTION BEGINNT IM GARTEN |
Wir hegen den Garten, und der Garten hegt uns. Aber was von weitem aussieht wie eine Idylle, ist für viele Menschen in Wahrheit der verzweifelte Versuch, ein winziges Stück Erde aus dem großen Krieg gegen die Natur herauszuhalten, ist der Versuch für sich und seine Freunde Schönheit und Frieden in das Leben zu bringen. Der Garten ist nicht eine Flucht ins kleine Glück, sondern Protest und Widersetzlichkeit, auch wenn es vielen Gartenfreunden nicht so bewusst ist. Tag für Tag mahnt uns der Garten mit Düften, Farben und Gestalten daran, daß die Erde mit zunehmender Geschwindigkeit der Habgier, der Machtsucht, der Eitelkeit, also der Dummheit, zum Opfer fällt, erinnert uns daran, daß viele Menschen für das persönliche „Outfit“, für Urlaub, Autos, für Konsum jeder Art, aber auch für Raketen und Kriege bezahlen müssen, in bar oder mit Leib und Leben. Da erhebt sich Entsetzen und Wut, weil das Gemeinwesen, die sogenannte Politik, durch Eigennutz bis in die Wurzeln (Kommunen) verdorben ist. Wer von den vielen überbezahlten Politikern wird seinem Schwur auf das deutsche Volk gerecht ? Man braucht kein besonders tiefgründiger Denker zu sein, wenn man zu dem Gedankenschluß kommt, daß die von staatswegen herbeigeführte Überschuldung bedingte Not, das Chaos und das oft heulende Elend nur dann gebannt werden kann, wenn sich die Besonnenen auf die Grundlagen einer einfachen, natürlichen Lebensführung konzentrieren würden. Kein noch so starker Anreiz des modernen, technisierten Lebensstils dürfte die Menschen verführen können, weil doch dieser allweilige, gigantische finanzielle Aufwand immer von irgendwem bezahlt (erarbeitet !) werden muß. Irgendwer muß sich hinstellen für diesen Wahnsinn und muß das Wertvollste geben, was er besitzt: nämlich kostbare, unwiederbringliche Lebenszeit. Einst galt das germanische, freie Boden-Nutzungsrecht, das den Menschen eine gerechte und gesunde Lebensgrundlage geboten hat. Der Gartenbau steht heute unter der Not des römischen Boden-Eigentumrechtes, das mit List und Gewalt bei uns eingeführt wurde. Im Zeichen des Kreuzes vernichtete man die einst freien, stolzen Bauern oder machte sie zu Sklaven (zu „Leibeigenen“). Daran beteiligt war maßgeblich Karl „der Große“, Agent der römisch-christlichen Mission, ein Landräuber und Massenmörder, der von der r.k. Kirche als „heilig“ verehrt wird. Die Geld- und Machtgier der aus dem Süden nach Norden eindringenden Priester und Nomaden verdrängten mit der Zeit das Naturrecht auf Grund und Boden. Es wird eine gründlich andere Gesinnung nötig sein, wenn man sein Leben neu gestalten will. Das nämlich setzt voraus, daß man sich in allen wichtigen Bereichen der Verdummungs- und Verführungsmacht der profanen Welt widersetzt und auch seine Arbeitskraft dauerhaft dem Staat mit seinen zerstörerischen Tendenzen entzieht. Schwarzarbeit soll verwerflich sein ? Sind wir nicht zum Widerstand verpflichtet ? Ein klares und sicheres Erkennen von Wert und Unwert (Schädigung) wird künftig verlangt, denn jede Ablenkung vom Wesentlichen, ein Sichverlieren in Nebensächlichkeiten kann schlimme Folgen nach sich ziehen. Aber statt sicheres Erkennen „glauben“ die Leute lieber an irgendwas, denn das ist einfacher. Gerade die Gläubigen (die Juden, Christen, Moslems), haben die Grundlage dieses weltumgreifenden Irrsinns ermöglicht, weil die weitaus meiste Zeit ihre Hirne und Hände von profanen, wenn nicht gar teuflischen Dingen, in Anspruch genommen waren. Nicht der „Geist Gottes“ führt(e) diese Gläubigen und ewig Gestrigen, sondern die harten Kommandos der zweifelhaften Sachzwänge geben den Ton an. Diese Leute hängen am Geld und an ihren fragwürdigen Gewohnheiten bis hin zum Fleischtopf, aus dem sie ihre Sucht befriedigen und leben wiederum auf Kosten anderer (der Tiere). Zu einem Ausbeuter und Zerstörer der Erde muß zwangsläufig jeder werden, sobald er sich in irgendeiner Weise in der technisierten Arbeits- und Konsumwelt und deren Verwaltung betätigt. Mag er auch noch so arglos und mit gutem Willen sein Werk tun, die gigantische Apparatur, in welcher alles mit allem und jedes mit jedem in Zusammenhang steht, leistet unaufhaltsam ihr Zerstörungswerk. Sie nimmt keine Rücksicht auf Tugenden, auf Gebete, Glauben, Hoffnung und Liebe. Alle menschliche Tugend wird von der neuzeitlichen Sklaverei („Arbeitswelt“ genannt) vereinnahmt und verstärkt so noch die allgemeine Zerstörung. Die Verbrecher der Erde leben davon, daß sich die wirklich guten und hoffnungsvollen, jungen Menschen in fragwürdigen Diensten aufzehren. In Irrtum und Ahnungslosigkeit gefangen, hat der Mensch sich selbst allmählich in Umstände hineinmanövriert, die seine Versklavung an schädliche Gewohnheiten so tief eingefahren haben, daß er heute die bösen Auswirkungen, die zermürbenden Nöte und Plagen, als unabänderliches Schicksal hält. Die ganz realen Zusammenhänge werden den Menschen nicht mehr klar bewußt. Es ist alles nur noch dumpfe Daseinsnot und wird auch als solche empfunden - diese sei nun einmal -so glauben es die Gläubigen- auf der Erde von jeher gegeben, die Erde als „Jammertal“ im römisch-christlichen Sinn. Eine wirksame Abwehr dieser so tief eingedrungenen Übel im menschlichen Bewußtsein ist schon deshalb schwierig, weil für eine gründliche Besinnung die erforderlichen, günstigen Lebensverhältnisse schon lange zerstört worden sind. Die Menschen heute arbeiten weit mehr als die Hälfte ihrer Zeit nur für die „Volksvertreter“ und deren Verwaltung. Wer heutzutage ein Grundstück besitzt, wird zu jeder Gelegenheit von diesen teuflischen Mächten angezapft mit Grundsteuer (jedes Jahr !), Grunderwerbsteuer, Erbschaftssteuer, Schenkungssteuer usw. Mit welchem Recht kassieren die „Volksvertreter“ immer wieder Geld für etwas, das ihnen garnicht gehört ? Der denkende und fühlende Mensch ist aufgerufen zu einer Revolution seiner Lebensweise. Naheliegend ist dabei ein Gartenland und dort die ständige Mehrung der Fruchtbarkeit. Nicht die aus Geltungssucht und Profitgier hervorgebrachten Machwerke sollen gepflegt werden, sondern das, was von Natur aus die Schöpferkraft auf die Erde gebracht hat, das, was Leben in sich birgt und deshalb allein heiliges und menschenwürdiges Dasein ermöglichen kann. Was die verirrte Menschheit dringend benötigt, ist eine Aufklärung, die ohne viel Reden und kunstvolle Rethorik hinweist auf die einzig richtige und somit segensreiche Lebensweise im Garten und damit auf das Werk des Friedens. Ein mutiges Handeln tut Not. Literatur: |
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